Donnerstag, 8. Dezember 2011

8. Türchen

Das perfekte Geschenk?

Jedes Jahr gibt es Geschenke
Und das freut mich wirklich sehr
Aber wenn ich daran denke
Was das beste Präsent wär

Dann fällt mir nach langem Suchen
Etwas ganz Besondres ein
Du musst keine Reise buchen
Oder mein Hausmädchen sein

Ich brauch keinen goldnen Anzug
Oder einen zahmen Hai
Ich will keinen Weltraumrundflug
Oder eine "Ducky Tie"

Endlos viele Schockobons
brauch ich leider wirklich kaum
Irgendwelche Rettungsfonds
Sollen nicht unter den Baum

Denn ich hab mir ausgedacht
Nicht ganz einfach, weiß ich schon
Was mir wirklich Freude macht
Wäre nur ein Ronny-Klon

Stell ich mir ganz praktisch vor
So ein Duplikat von mir
Lieh mir stets sein offnes Ohr
Wenn ich meinen Kopf verlier

Wir müssten uns niemals streiten
Welchen Kinofilm wir sehn
Keine Terminschwierigkeiten
Nie wieder zum Postamt gehn

Lacht auch über meine Witze
Kein peinliches Schweigen mehr
Wenn ich in der Uni sitze
Dürft er schlafen, so wärs fair

Geht für mich am Abend schuften
Und hält auch mein Zimmer rein
Meine Bude würde duften
Würde es wirklich so sein?

Mir kommen dann doch Bedenken
Wenn er wirklich ist, wie ich
Lässt er sich ganz leicht ablenken
Und kümmert sich nicht um mich

Wir werden doch irgendwann
Beide in Unordnung leben
Und was mache ich bloß dann?
Bei wem soll ich ihn abgeben?

Der isst meinen Kühlschrank leer
Wird nur in der Bude hocken
Die Idee freut mich nicht mehr
Schenkt mir also lieber Socken

Samstag, 3. Dezember 2011

3. Türchen

Ich habe jetzt einen eigenen Weihnachtsbaum.



Dieses Exemplar habe ich gekauft, es ging aber auch schon mal anders ... "Operation Biber"


Donnerstag, 10. November 2011

Einfach mal die Fresse halten?

"Lieber erstmal sprechen und dann einfach später sehen,
ob gedankenloses Reden irgendeinen Sinn ergibt."
Ich hab oft den Eindruck, viele Erdenmenschen gehen
mit dem Motto durch ihr Leben, das erscheint hier sehr beliebt.

"Lieber einmal gar nichts sagen, als was Dummes kund zu tun"
Ist der gute Ratschlag, den ich für solch Deppen habe.
Das predige ich umsonst, denn die Meisten sind immun.
So hört leider nicht jeder, was ich dann zu ihnen sage.

So wünsche ich mir sehr stark, dass jeder an dem Inhalt feilt
Wär ich in der Kirche, würde ich die Hände falten.
"Gesegnet seien jene," sagte einst der Oscar Wilde
"die einfach nichts zu sagen haben und den Mund halten."

Doch da gibt es ein Problem, will ich mit ner Traumfrau sprechen.
Mir fällt leider gar nicht oft, irgendetwas Schlaues ein.
Und wenn ich es dann versuch, würd ich mir die Zunge brechen
Also lass ich es gleich von Anfang an am besten sein.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Die Schildkröte im Tal

Ein Mann wanderte durch ein Tal. Da sah er eine große Schildkröte auf dem Rücken liegen. Unfähig sich selbst wieder herumzudrehen, war sie zum Sterben verurteilt. Der Mann eilte ihr zur Hilfe und konnte sie mit einiger Mühe wieder auf den Bauch befördern. 

Die Schildkröte war ihm sehr dankbar und sprach: 
"Du hast mir das Leben gerettet, dafür werde ich dir drei Ratschläge erteilen. Stelle deine Fragen und ich werde dir die Antwort geben."
Der Mann sprudelte sofort los: 
"Weise Schildkröte, ich bin sehr unglücklich. Ich bin sehr arm und wünschte ich hätte viel Geld. Wie kann ich reich werden?"
Die Schildkröte überlegte einige Minuten und erzählte dem Mann dann von einer großen bisher unbekannten Ölquelle in der Nähe. Er müsse nur das Land günstig erwerben und danach an eine Ölfirma für viel Geld verkaufen. Freudig bedankte sich der Mann. Die Schildkröte versprach in der Nähe zu warten, sollte er seine anderen beiden Fragen stellen wollen.

Einige Monate später kam der Mann erneut zu der Schildkröte. Wie versprochen hatte sie geduldig auf ihn gewartet. Ohne lange zu zögern sagte der Mann, was ihm auf dem Herzen lag.
"Weise Schildkröte, ich bin sehr unglücklich. Das viele Geld bringt mir nichts, wenn ich es nicht mit einem Partner teilen kann. Ich fühle mich einsam und alleine. Wo finde ich die Liebe meines Lebens?"
Die Schildkröte überlegte einige Minuten und erzählte dem Mann dann von einer wunderschönen Frau, welche in einem Dorf ganz in der Nähe wohnte. Sie sei schon sehr lange einsam und suche nach einem passenden Ehepartner. Der Mann freute sich über diese Auskunft und zog von dannen. 

Einige Jahre vergingen. Der Mann lebte gemeinsam mit seiner Frau in einem teuren Haus und es mangelte ihnen an nichts. Doch nach eine Weile zerbrach die Ehe. Also suchte der Mann wieder nach der Schildkröte, um einen letzten Ratschlag einzufordern.
"Weise Schildkröte, ich bin sehr unglücklich. Mein vieles Geld gestattet es mir ein Leben ohne Sorgen zu führen. Und doch wache ich jeden Morgen mit einem unguten Gefühl auf. Meine Frau schien die Liebe meines Lebens zu sein. Und doch hat sie mich verlassen. Wie kann ich nur glücklich werden?
Die Schildkröte schaute dem Mann tief in die Augen und antwortete auf der Stelle.
"Dein Glück kann nicht von Außen in dein Inneres kommen. Es muss umgekehrt geschehen. Nur wenn du mit dir selber im Reinen bist und das Glück aus deinem Inneren kommt, kann dich auch das Geld oder ein Partner glücklich machen. Du liegst auf dem Rücken, aber niemand außer dir selber kann dich herumdrehen."

Der Mann war sehr betrübt, denn er hatte sich eine einfache Lösung erhofft. Er wusste damit nicht so recht etwas anzufangen. Er verabschiedete sich von der Schildkröte und verließ das Tal.